Een amateur zijn
Begriffserklärung
Lehnwort des 17. Jahrhunderts aus dem französischen amateur → fr mit der Bedeutung „Kunstliebhaber“, mit leicht verächtlichem Nebensinn; seit dem 19. Jahrhundert in der heutigen Bedeutung, dass jemand etwas nicht berufsmäßig tut. Das französische „amateur“ wiederum geht auf das lateinische Substantiv amator (dt.: der Liebhaber, der Verehrer) zurück. Dieses Wort leitet sich von dem lateinischen Verb amare (dt.: lieben) her. Quelle: https://de.wiktionary.org/wiki/Amateur
Why so serious?
Ich habe mir ja letztens™ ein paar alte Musik-Jam-Videos angeschaut, die ich vor vielen Jahren beim rumspielen mit Propellerheads “Reason” aufgenommen hatte. Dabei fiel mir wieder ein, wie viel Spaß ich dabei hatte. Die ersten Musikalben, die ich veröffentlicht habe, entstanden innerhalb einer Woche. Manchmal 2-3 Tracks am selben Tag. Ich hab hier mal gedreht, mal da verkabelt, klicken, schieben - mit dem Kopf nicken. Vor allem aber lächeln dabei.
Es ging dabei auch nicht darum, berühmter Star zu werden oder davon leben zu können.
Irgendwann lernt man unweigerlich dazu, wenn man Dinge oft macht.
Heute weiß ich ziemlich genau was ich tue, wenn ich mit Reason an Musik bastle. Ich spiele immer noch gern rum, freue mich über happy accidents und verliere mich dann oft in 8-Bar-Loops :) Und dann gibt es einen Teil von mir, der weiß, dass eigentlich alles gesagt ist und ich den Augenblick des Spielens überhaupt nicht festhalten und eintüten kann ohne dass er zum Schatten seiner selbst wird. Und trotzdem versuche ich, ganze Tracks draus zu machen. So mit Anfang und Ende und Progression und …
Viel zu viel von allem.
Arturia, der Lenz ist da
Ich habe über die Jahre so viele Virtuelle Instrumente, Effekte und Soundbänke angesammelt, dass ich nach 20 Minuten Preset-Durchhören völlig vergessen habe, was ich eigentlich spielen wollte. Oder ich fange mit einer Melodie an, spiele was drüber, will nochwas hinzufügen, hänge im PresetDiving, bekomme ne neue Idee, verwerfe alles und bin ganz erschöpft. Oder ich höre die selbe Stelle seit einer halben Stunde und fummel mit EQ und Automationen dran herum, bis meine Ohren sich einig sind:
Es ist das gleiche Bild
Wollen wir zusammen spielen?
Auf dem Spielplatz damals hatte diese Frage etwas schönes an sich. Es ging nicht darum, ob alle Beteiligten professionell in irgendwas waren. Die Frage lautete auch nicht, ob man zusammen etwas erarbeiten und zu einem Produkt machen wollen würde, dass man für Geld an Kunden verkaufen könne, nach Seo-Optimierung und einer guten Werbekampagne, nach “Wer nicht wirbt, der stirbt” oder “viral gehen”.
Fazit
Spielen ist Liebe, Amateure sind die etwas-Liebenden. Lasst uns mehr Spielen.