Bandcamp
i am this
ich hab jetzt das neueste album von mir bei bandcamp veröffentlicht. und ich habe im bekannten- und freundeskreis über threema und signal zumindest ein paar leuten darüber geschrieben. das habe ich die letzten 30 jahre nicht gemacht, weil es sich irgendwie nach vertriebsstrategie von avon, LR-kosmetik und tupperware anfühlt. und nach betteln. wobei das wort zu hart ist dafür.
witziger weise hatte ich da sogar schon einen account, den ich 2020 angelegt und wieder vergessen hatte :)
habe bisher zero feedback bekommen und weiß noch nicht so genau, wie ich mich damit fühle. und in den statistiken sehe ich, wie viele leute tracks skippen oder vor dem ende des titels abbrechen. ich hab ja bei einigen tracks ein kleines stille-fähnchen dran gelassen und glaube, peoples langweilen sich nach 1 sekunde ohne sound schon. zumindest sagen das die stats.
und ich habe den verdacht, dass dieses genre-tagging für´n arsch ist, wenn man querbeet multigenre-stücke macht. da finden einen electroheads und sind enttäuscht, oder noise-connaisseure, die sich über die taggung wundern.
außerdem habe ich vielleicht auch andere assoziationen zu den begriffen, denke “müsste passen”, aber hörerschaft sieht das komplett anders.
andererseit entdecke ich an mir auch, dass ich beim stöbern in bandcamp durchaus auch stücke mitten drin abbreche, obwohl sie mir gefallen, weil ich auch noch andere tracks des jeweiligen musikanten beschnüffeln will. gehört das zu fomo?
ist das vielleicht sowas wie “geschenke auspacken zu weihnachten” als kind, wo man 4 geschenke hat und sich das erste nicht vollumfänglich anschaut, von allen seiten begutachtet, dran riecht, es ans ohr hält - weil man so gespannt ist, was in den anderen 3 geschenken wohl drin ist.
nur das es auf so plattformen einfach unschaffbar viel zu hören gibt. wäre zumindest eine weniger düstere interpretation der vermeintlichen “oberflächlichkeit und eile” der hörer.
